Bio-Eier vom Ökohuhn

Unsere "Domäne Gold " Hühner stammen vom Demeter- u. Bioland-Projekt "Ökotierzucht":

die Bruderhähne dieser Hennen werden als Küken nicht gleich nach der Geburt getötet sondern von anderen Biobauern als Mastgockel aufgezogen.


Die Eier unserer fleissigen Bio-Hennen gibt es täglich, frisch gelegt, in unserer Milchtankstelle


Warum Zweinutzungshühner?

Für uns als Biokreis-Bauern ist die Achtung der Geschöpfe ein wesentlicher Teil unserer Arbeit. Die gängige Praxis, männliche Küken von ausschließlich auf Legeleistung gezüchteten Hybridhühnern kurz nach dem Schlüpfen zu töten (oft durch Schreddern oder Vergasen), ist für uns keine Option. Deshalb haben wir uns für die Haltung sogenannter Zweinutzungshühner entschieden. Hühnern also, bei denen auch die Bruderhähne der Legehennen aufgezogen und als Masthähnchen genutzt werden. Seit Jahrtausenden wurden Hühner zugleich als Fleisch- und Eierlieferanten gezüchtet. Erst Mitte des 20. Jahrhundert begann man, speziell das Eine (Eier) oder Andere (Fleisch) zu züchten - die Geschwisterküken anderen Geschlechts wurden überflüssig.

 

Weniger Eier, weniger Fleisch - das Tierwohl hat Vorrang

In ihrem großen Freiland-Areal auf unserem Bauernhof tummeln sich demnächst etwa 70 Bio-Hühner der Zweinutzungsrassen Domäne Gold und Silber. Wobei es sich bei „Domäne Gold und Silber“ streng genommen um keine eigene Hühnerrasse handelt, sondern um eine Kreuzung aus den Rassen White Rock und New Hampshire. Von der Kreuzung der beiden Rassen verspricht man sich, dass die Nachkommen der 1. Generation ein paar Eier mehr legen als die Elterntiere. Bei der Legeleistung bleiben die Zweinutzungs-Hennen dennoch deutlich hinter der üblichen Hochleistungshenne zurück. Auch die Mast der Bio-Hähnchen dauert länger als sonst üblich und die Tiere erreichen kein so hohes Gewicht. Deshalb sind sowohl die Eier als auch die Hähnchen teurer als bei einseitig spezialisierten Hybriden.

 

Gegen Agrarkonzerne und Monopole auf Hühnerzucht 

Ein weiterer Grund ist für uns, der Monopolisierung in der Hühnerzucht entgegen zu wirken. Wenige Konzerne halten die Zuchtlinien und kontrollieren damit den Markt und die zukünftige Entwicklung in der Zucht. Dieser Ansatz widerspricht unserer Auffassung einer bäuerlichen Landwirtschaft, in der sich Bauern eigenständig und verantwortlich um ihre Tiere, ihre Pflanzen und ihr Land kümmern und nicht zu Erfüllungsgehilfen von Konzernen degradiert werden.

Wir wollen mit unserem Ansatz der Hühnerhaltung ein positives Beispiel geben und vielleicht gelingt es uns außerdem, den einen oder anderen zum Nachdenken beim Eier- oder Hähnchenkauf anzuregen!